Aufbruch zu neuen Ufern,
Auswanderer aus dem Osnabrücker Nordland Anfang des 19 Jh.

„Aber der Anfang dauert viele Jahre.
Ich wollte meine Füße unter meinen eigenen Tisch stecken.
Dazu war ich rübergekommen.
Die Füße hatte ich dazu.
Der Tisch fehlte.
Wo er stehen sollte das fehlte auch.“
(Gillhoff 1917: S. 71)
Jürnjakob Swehn der Amerikafahrer

 

„Die Deutschen wollten etwas aus sich machen“ so formulierte es Helen Gripkey aus Cincinnati, die Tochter von Wilhelm Heinrich Menke aus Quakenbrück. Menke geboren 1888, wanderte 1907 in das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“
(Interview erschienen am 5.Jan. 1991 in der NOZ)


Auswanderungsmotive waren in der Zeit, von der wir berichten wollen weder hochfliegend, noch kamen sie aus reiner Abenteuerlust heraus. Es waren
persönliche Notlagen, soziale, wirtschaftliche, politische oder religiöse Gründe, sie kamen mit der Entscheidung, in der Fremde ein besseres Leben beginnen zu wollen. Der Anteil der Osnabrücker Auswanderer kam nicht aus der Stadt, sondern aus dem
Osnabrücker Land.

Unter den von 1832 bis 1866 aktenkundig Ausgewanderten waren 60630 Männer, Frauen und Familien aus dem landwirtschaftlich genutzten Raume des Osnabrücker Nordlandes. (1)
Die Auswanderungsfreiheit war im Königreich Hannover seit 1833 verfassungsmäßig garantiert. Im Paragraph 41 des Grundgesetzes des Königreichs Hannover vom 26.September 1833 heißt es: „ Jedem Landes-Einwohner steht das Recht zu, unter der gesetzlichen Vorschriften über die Militärpflicht auszuwandern.“ Eine behördliche Erlaubnis zur Auswanderung benötigten also nur ledige Männer im Dienstpflichtigen Alter, d. h. zwischen dem 20. und 28 Lebensjahr.

Aus dem Kirchspiel Ankum wanderten offiziell 946 Männer, Frauen und Kinder aus.
Loxten: 49 Pers.
Suttrup: 107 Pers.
Nortrup: 181 Pers.
Kettenkamp 98 Pers.

Sie nahmen insgesamt 111774 Thaler mit, davon 6.220 die Familie Korte aus Ankum Westerholte.
Familie Meyerling aus Nortrup konnte in ihrer neuen Heimat auf 5.500 Thaler zurückgreifen.
 

Das Artland
Badbergen: 460 Pers.
Quakenbrück: 736 Pers.
Menslage: 178 Pers.
Gehrde: 147 Pers.

Uns geht es in unserem Bericht um Menschen, z. B. aus den Kirchspielen des Osnabrücker Nordlandes, aus Ankum, Rieste, Malgarten, Badbergen – Menschen, die nach ihrer Auswanderung ihr Glück machten. Wir möchten zeigen, wie Söhne und Töchter aus dem Stand der Heuerleute und
abhängiger Erbkötter sich innerhalb kürzester Zeit nach ihrer Auswanderung zu erfolgreichen Geschäftsinhabern und Bildungsbürgern entwickelten.
Im Gepäck hatten sie ihr bisheriges Leben und die Geschichte ihrer Vorfahren.

Um ihre Heimatlosigkeit erträglicher zu machen, behielten sie nicht nur ihre kulinarische Heimat in der Fremde: Mit „Götte“, Grütze, wissen die jungen
AmerikanerInnen deutscher Wurzel auch heute noch etwas anzufangen. Vor allem das den Ausgewanderten vertraute und wichtige deutsche Vereinswesen blühte. Es entstand „der Deutsche Sängerbund“, sie hatten eigene Sportvereine, Biergärten und Kirchen, in denen in deutscher Sprache der Gottesdienst abgehalten wurde.

Sie feierten wie in ihren Herkunftsorten Schützenfeste und gründete den Kolpingsverein.
Ehepaare fanden sich, man blieb unter sich. So wie in ihrer Heimatgemeinde, wo innerhalb bestimmter Familien immer wieder Ehen geschlossen wurden, hielt man es auch jetzt. Zwar war der Rahmen größer geworden, hauptsächlich blieb man jedoch in seinem Sprachraum und das war der Plattdeutsche“ Bereich.

Gesiedelt wurde gemeinsam in einem Gebiet von Cincinnati, noch heute bekannt unter dem Namen „Over the Rhine“. Alles diente dem Erhalt und der Schaffung einer neuen Identität in einem fremden Land. Einwanderung ist zuerst Heimatlosigkeit. Da den Ausgewanderten Sprachkenntnisse fehlten und um ihrer Heimatlosigkeit zu begegnen, wurden Traditionen und Bräuche mitgenommen und weitergeführt.
Auswanderer konnten zwar Hilfe von Freunden, Verwandten und ehemalige Nachbarn bekommen, aber den erlittenen Verlust der Heimat konnten diese nicht ersetzen. Ebenso wie die Neuankömmlinge waren auch die Erstauswanderer noch auf der Suche nach einer neuen Identität.
An einigen wenigen Beispielen versuchen wir deutlich zu machen, wie wichtig der Zusammenhalt war: Die Auswanderer konnten nicht viel mitnehmen aber sie gingen zusammen. Das zeigt eindrucksvoll die Schifffahrtsliste des Seglers „Goethe“ vom 1.Mai 1849, Bremen nach New Orleans.
Unter den 152 Menschen an Bord des Schiffes, unter dem Kommando von Kapitän J.H.Homann befanden sich viele Menschen aus unserer Region größtenteils aus dem Oldenburger Münsterland und dem Nordkreis des Osnabrücker Landes.

Für die Auswanderer die sich für Cincinnati entschieden hatten, war der noch heute so genannte Stadtteil „Over the Rhine“ Anlaufstelle. Hier siedelten die Ersten aus der Heimat, hier trafen auch die später Kommenden auf Verwandte, Freunde und ehemalige Nachbarn, es wurde zu ihrer ersten gemeinsamen Heimat in der Neuen Welt.
Man blieb unter sich. Anhand der Auswahl der Auswanderer, die wir ausgesucht haben, ist deutlich zu erkennen, dass Ehen hauptsächlich innerhalb eines bestimmten Kreises geschlossen wurden, wie schon zuvor in ihren Heimatdörfern.

Nur orientierte man sich nicht mehr innerhalb der Kirchengemeinde, sondern man blieb innerhalb des gleichen Sprachraumes. Der Kreis vergrößerte sich, dabei blieben aber die Sprache und wohl auch die Religionszugehörigkeit bestimmend. Die gemeinsame Sprache wird in erster Linie „Plattdeutsch“ gewesen sein.
 

Old St. MarysOld St. Marys
Die Kirche wurde am 3. Juli 1841 eingeweiht. Frauen der Gemeinde hatten die Steine für die Kirche in ihren Backöfen gebacken. Sponsoren
und Förderer verewigten sich u. a. mit bunten Fenstern: Das wird sichtbar an vertraut klingenden Namen wie u. a. Lampe,
Steinkamp, Kuhlmann, Kroeger u.a. Schützenverein.
















Der im Jahr 1866 gegründete Schützenverein erfreut sich nach wie vor großer
Beliebtheit. War er jedoch in der zurückgelassenen Heimat z. B. eine Möglichkeit, Geschäfte zu tätigen und passende Kandidaten für eine Heirat zwischen heiratsfähigen Söhnen und Töchtern Ausschau zu halten, hat er diese Funktion in unserer Gegend wie auch in Cincinnati, inzwischen verloren.







Große Hamberg Ankum Westerholte
In den Jahren 1924, 1926, und 1928 besuchten Henry John Hamberg, seine Frau Louisa (geborene Hüdepohl) zusammen mit ihren Kindern Henry Joseph und Amelia, Europa.
Heinrich Kümberg erinnert sich an die Erzählung seines Vaters, der von einem im Jahr 1913 stattfindenden Besuch von Henry John Hamberg berichtet hatte.
Aus dieser Zeit stammt eine Signatur an der Scheunenwand seines Anwesens.
Er war laut Heinrich Krümberg sen. gut gekleidet, mit einem Gürtel an dem mehrere Taschen befestigt waren in denen sich Dollar befanden. An diesen Besuch erinnern unter anderem auch Fotos der Familie Hamberg, aus dem Nachlass von Heinrich Krümberg sen.
 

Warum besuchte ein Hamberg den Hof Krümberg? Der Vorfahr des Hambergs stammte vom Hofe des Große Hamberg aus Ankum Westerholte. Wie bereits erwähnt erreichte der Auswanderersegler „Goethe“ den Hafen von New Orleans am 1.Mai 1848 An Bord sind 152 Männer und Frauen. Unter dem Kommando von Kapitän Homann hatte es im April Bremen verlassen. An Bord des Schiffes befanden sich ausschließlich Auswanderer aus dem Oldenburger Münsterland und dem Osnabrücker Nordland.
 

Allein aus dem Kirchspiel Ankum waren 25 Männer und Frauen und ganze Familien.
Weitere 13 Personen auf diesem Schiff kamen aus Rieste Lage, 9 Personen aus Alfhausen, 32 Personen waren aus Vörden, 31 aus dem Kirchspiel Damme, 17 aus Holdorf und aus Neuenkirchen Olbg. 25 Männer und Frauen.
 

Unter ihnen sind u.a. Anna Maria Knieriem aus Rieste, Tochter von Johan Schwiethard Knierieme und Anna Maria Judith Hüdepohl, welche die 2. Frau von Johan Louis Hüdepohl wurde. Außerdem die Ratermann Brüder Johann Heinrich und Hermann Ferdinand mit ihrer Mutter aus Alfhausen, sowie die Brüder Diedrich (18 Jahre), Johann Heinrich (16 Jahre) und Hermann (14 Jahre) Große Hamberg aus Ankum Westerholte.

 

Hermann Ferdinand heiratet eine Catharine zum Dome aus Kettenkamp. (3)Am 11 August 1852 kamen mit dem Segler „Goethe“ auch die Geschwister Schreiber aus Quakenbrück von Bremerhafen aus in die Neue Welt. In ihrem Tagebuch berichten sie ausführlich über ihre gemachten Erfahrungen.

 

 

Hüdepohl Rieste
Unter den vielen ausgewanderten Riestern sind auch einige aus den noch heute in Rieste ansässigen Familien Hüdepohl.
Johan Louis Hüdepohl aber ist wohl der bekannteste der Auswanderer geworden. Einen Nachweis seiner Existenz gibt es nur durch seine Biografie, nachzulesen in „Cincinnati sonst und jetzt“. Sein Geburtsdatum wird mit dem 5. November 1813 zu Amt Malgarten-Rieste Hannover angegeben.
Im Census von 1850 finden wir allerdings folgende Information:
Louis Hudaboal 30 years Cincinnati Ward 9
Mary Hudaboal 25 years Cincinnati Ward 9
Joseph 3 years
Louis 8 years
Johnny 5 years

 

 

Im Census 1860 werden folgende Daten veröffentlicht:
Louis Hudepohl 40 Jahre
Mary Hudepohl 36 Jahre
Louis 18 Jahre
John 16 Jahre
Joseph 13 Jahre
Demnach wäre Louis Hüdepohl ca.1819 geboren. Bei seiner Ausreise am 4. Juni 1838 mit dem Segler “Elise” wird er als Farmer bezeichnet und sein Alter mit 26 Jahren angegeben.

Segler "Elise"

 

 

 

 

 

 

 


Johan Louis Hüdepohl wird als Sohn mittelloser Erbkötter und Handwerker in Rieste geboren. Nach seiner Immigration ist er zunächst in verschiedenen Berufen tätig, bis er zum Inhaber eines gut gehenden Spirituosen Geschäftes wird.
Er beteiligte seinen ältesten Sohn Louis II ebenso wie den inzwischen aus Malgarten ausgewanderten George Kotte. 1885 gegründet, bauten Louis Hudepohl & George Kotte die ebenso genannte Brauerei zu einem erfolgreichen Unternehmen aus.
Johan Louis Hüdepohl wurde im Jahre 1870 zum Kirchenstifter. Nach Recherche von Cheryl Hudepohl Fehring, einer Nachfahrin von Johan Louis, übergab er am 5. Jan. 1870 ein Grundstück an der Eights and Walnut Street in Cincinnati unter der Bedingung eine neue Kirche zu errichten, die dem Hl. Ludwig gewidmet werden sollte. Sie erscheint als dritte Filialkirche zu Old St. Marys. Die Kirche St. Louis wurde 1928 zurückgebaut.

Nach dem Tod von Louis Hudepohl II blieb die Brauerei in Familienbesitz.
18. November 2012 wurde sein ältester Sohn und Nachfolger Louis Hudepohl II. in die Gruppe der bekannten Bierbrauer der Stadt Cincinnati aufgenommen: „Beer Baron
Hall of Fame“. In diesem Zusammenhang wurde die abgebildete Münze geprägt. Die Feier fand unter großer Anteilnahme im Moerlein Lager House statt.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Kotte Malgarten
Georg Heinrich Kotte wurde als Sohn des Tischlers Johan Heinrich Kotte und
Catharina Maria Batke am 28.12.1837 in Malgarten geboren.
1863 ausgewandert, wurde er der Geschäftspartner von Louis Hüdepohl und seinen Söhnen: Gemeinsam bauten sie die Brauerei zu einem erfolgreichen Unternehmen auf.
Dem Johann Bernhard Kotte, jüngster Sohn der Familie Kotte & Batke aus Malgarten, wurde der Konsens zur Auswanderung am 14. Febr. 1863 verweigert. Nach der Eheschließung mit Antonia Sophia Neve aus Alfhausen und der Geburt der drei ersten Kinder, wanderte die Familie nach Cincinnati aus.
Der älteste Sohn Stefan Friedrich Kotte geboren im Jahr 1869 in Alfhausen, studierte Pharmazie und starb als 97 jähriger, bekannt als „Doc“ Kotte.
Der jüngste Sohn, der in Cincinnati geborene John Francis Henry Kotte, heiratete Adele Greiwe, Enkelin des aus Belm Haltern ausgewanderten Adam H. Greve und der Anna Maria Elisabeth Lietemeyer. Die mit ihnen ausgewanderten Söhne der Familie Greve & Lietemeyer haben sich in Cincinnati als Dekorateure, Wand und Hinterglasmalerei einen Namen gemacht. Weitere Nachkommen aus der Auswanderer-Familie Kotte & Neve studierten Jura, Medizin und Kunst.
Ein Urenkel der Familie Kotte & Neve ist John Raimund Harald Kotte, Absolvent der St Xavier High School und bekannter Kardiologe und Herzspezialist am Good Samaritan Hospital, *1912 /+ 2011 in Cincinnati.
Dr. Harold Kotte initiierte dort als Kardiologe die ersten Operationen am offenen Herzen. Er war Präsident der „ Cincinnati Society of Interal Medicine und Professor am UC´s College of Medicine.“ Zu seinen Vorfahren gehören nicht nur die Familie Kotte, sondern auch Famile Greve aus Belm Haltern, der schon genannte Hermann Ferdinand Ratermann aus Alfhausen und Catharine zum Dome aus Kettenkamp.
 

 







Krümberg Suttrup
Der am 12. September 1813 geborene ältere Bruder der Maria Anna Krümberg und Sohn von Heinrich Idel Pülsing und Maria Elisabeth Krümberg, Johan Dirk „Theodor“ Krümberg aus Nortrup, wanderte am 13. September 1837 von Bremen nach New Orleans aus.
Ab April 1838 war er in Cincinnati ansässig, wo er sich zu Beginn als Tagelöhner und Hausierer seinen Lebensunterhalt verdiente.
Mit den Ersparnissen gründete er Mitte der 1840 Jahre in der oberen Main Street eine kleine Eisenhandlung.
In den folgenden Jahren konnte Johan Dierk „Theodor“ Krümberg eine der bedeutendsten, deutschen Fachgeschäfte entwickeln.
Im Census des Jahres 1850 beschäftigt Theodor Krümberg einen Büroangestellten mit Namen Heinrich Vogt. Außerdem ist Hermann
Timmermann als Gärtner angestellt, ein weiterer Angestellter ist Bernhard Diersing. Seine Tochter Elisabeth heiratet einen Henry Greve aus dem Königreich Hannover.
Das im Jahr 1871 errichtete damaligen Wohn- und Geschäftshaus des Johan Dirk Krümberg ist als Nationales Historisches Denkmal geschützt.
Als im Jahr 1848 die Ankumer Kirche und das obere Dorf durch einen Brand zerstört wurden, sammelte Theodor „Dirk“ Krümberg zusammen mit anderen ehemaligen Ankumern Geld für den Neuaufbau und die Anfertigung einer neuen Glocke.

 

Pohl Hollenstede
Alle Schwiegersöhne des Louis Hudepohl II haben deutsche Vorfahren.
Erstaunlicherweise sind drei von ihnen aus dem Osnabrücker Nordland, Pohl aus Schwagstorf/Hollenstede, Hamberg aus Ankum Westerholte, Hesselbrock aus Merzen/Südmerzen. Bei Schroer ist der Geburtsort der Eltern nicht sicher; die Vermutung, auch seine Familie sei aus dem Osnabrücker Land ausgewandert, muss noch geklärt werden. Schilderink wurde in Holland geboren, aber seine Mutter ist eine Beckwermert aus Emsdetten.
Johan Heinrich Pohl ist bei seinem frühen Tod Neubauer und Schuster. Seine Frau Gesine Jansing aus Lingen/Ems wandert zusammen mit ihren 5 Kindern aus. Deren Tochter Maria Angela Pohl, geb. in Hollenstede Ksp Schwagstorf, heiratet Hermann Gerhard Ratermann, Sohn des J.H. Ratermann und Margaretha Lucia Woltmann aus Ankum. Ein jüngerer Bruder schließt die Ehe mit Maria Knapp.
Diese sind die Eltern des William Anthony Pohl, dem Ehemann von Caroline M. Hüdepohl, einer Enkeltochter des Auswanderes Louis Hüdepohl.
William A. Pohl ist nach dem Tod seines Schwiegervaters Louis II. Hüdepohl einer der führenden Angestellten in der Hudepohl Brewery.
Vier Söhne aus der 2. Ehe des Col. Große Hamberg mit Maria Adelheid Hülefeld befinden sich am 1. Mai 1848 zusammen mit vielen anderen auf der „Goethe“ von Bremen nach New Orleans.
Sie sehen wie viele andere Menschen ihre Zukunft eher in Amerika.
Maria Anna Krümberg, Schwester des Johan Dirk „Theodor“ Krümberg und Tochter des Heinrich Idel Pülsing und der Maria Elisabeth Krümberg, geboren am 2 Mai 1820, ausgewandert im Jahr 1848, heiratet in Cincinnati Johan Heinrich „Henry“ Hamberg.
Henry Joseph Hamberg, ein Sohn aus dieser Verbindung, ging im am 5. Oktober 1898 die Ehe mit Louisa Hüdepohl ein.
Louisa ist die Enkeltochter von Johan Louis Hüdepohl.

 

Batsche Rieste:
Franciscus Henricus Batsche Sohn des Colon Batsche Rieste Nr 83 und der Catharina Maria Hüdepohl wandert 1855 nach Cincinnati aus. Er
heiratet 1866 in Cincinnati Lisette Holstein, vermutlich aus Merzen.
Sein Enkelsohn, 1881 in Cincinnati geboren, studiert Tiermedizin.
Die Nachfolger halten einen Silberlöffel und Sämtliche Werke Schillers als Nachweis über ihre deutschen Wurzeln in Ehren.
 

 


Der „Deutsche Pionierverein von Cincinnati wurde im Jahr 1868 gegründet. Von den 522 Mitgliedern des Jahres 1869 stammten 37 aus dem Großherzogtum Oldenburg und 108 aus dem Königreich Hannover.
Chefredakteur war Heinrich Rattermann (1832 – 1923). Er stammte aus Ankum, war Historiker und gründete in Cincinnati die „Deutsche Gegenseitige Versicherungs-Gesellschaft“.
 

 

Das deutsche Haus in Cincinnati hat sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Deutschen Auswanderer und ihrer Nachkommen für die Nachwelt zu dokumentieren und aufzubewahren.
Seit 2013 ist auch das Buch „Johan Ludwig Hüdepohl, vom mittelosen Kötter´s Sohn zum erfolgreichen Unternehmer“ im Haus ausgestellt.

 

Über die Auswanderung im Jahr 1849 des Johann Hermann Heinrich Schierding aus Badbergen, wird in „Von Heuerleuten und Farmern“ ausführlich berichtet.
2013 erfolgte ein Besuch der Nachkommen
in der 5. Generation der Familie Schierding in der Heimat ihrer Vorfahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte von Ratermann ist dokumentiert, u. a. wurde seine Biografie im Deutschen Haus in Cincinnati zusammengetragen und wird dort von Don Heinrich Tolzman liebevoll gepflegt.


Was wäre aus den hier beschriebenen Auswanderern geworden, wenn sie in ihrer Heimat geblieben wären? Es ist kaum vorstellbar, dass sie sich im Osnabrücker Land allein durch Leistung so einen Aufstieg erarbeitet hätten!
 


Quellen
(1)Johannes Gillhoff, Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer Verlag der Täglichen Rundschau, Berlin, 1917
(2) Antonius Holtmann, „ Einiges Grundlegendes und Verlässliche zur frühen Auswanderung aus der Landdrostei Osnabrück des Königreiches Hannover in die USA im 19 Jahrhundert
(3)Von „Deutschen Indianern, hässlichen Negerschnuten und einem „fixen aeskulap“ Ursula Feldkamp, Die Geschwister Schreiber aus Quakenbrück an Bord des Auswandererseglers GOETHE 1852
(4)Der Deutsche Pionier, Jg.15,H.12, S. 505 Theodor Krümberg Weitere Literatur zur Auswanderung: Udo Thörner, Venne nach Amerika, Die Geschichte der USA – Auswanderung aus einem niedersächsischem Dorf im 19. Jh. Hrsg.: Arbeitskreis Familienforschung Osnabrück e.V. im Selbstverlag des Vereins, Osnabrück 2008
Antonius Holtmann. „Ferner thue ich euch zu wissen…“, die Briefe des Johann Heinrich zur Oeveste aus Amerika 1834 – 1876, Hrsg: Antonius Holtmann, Bremen, Edition Temmen 1995 
Walter Kamphoefner – Peter Marschalck – Birgit Nolte – Schuster
Von Heuerleuten und Farmern
Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.1999
Sonderdruck des Landschaftdverbandes Osnabrücker Land e.V. aus dem Deutschen
Schiffahrtsarchiv 14 – 1991 in Sonderfindbuch Rep. 350 Bersernbrück, Nr. 888 , Staatsarchiv Osnabrück:
Gerhard Heinrich Kotte, über 14 Jahre, New York 1863
Johann Bernhard Kotte, Rep 350 , Bers. Nr. 804, wird nach § 4 vom 14.2.1863, kein Konsens erteilt
Robert Leo Greiwe „Greiwe in Cincinnati“ The Greiwe History Selbstverlag des Autors, Privat Besitz, nicht mehr erhältlich
Cincinnati, September 1994
 

Haus des Diedrich Krümberg aus Wikipedia
Alle Fotos sind in privatem Besitz von Hermann Welp und Monika Thölking

Hermann Welp, Selbständiger Kaufmann in Nortrup, Vorträge über die
Auswanderung des Osnabrücker Nordlandes. Begeisterter Amerikafahrer
info@auto-welp.de Tel.: 05436 - 8555

Monika Thölking, Dipl. Pädagogin, im Ruhestand, Osnabrück, Schwalbenweg 14
Familienforschung seit 25 Jahren
e-mail : monika.thoelking@osnanet.de Tel: 0541 - 5801209

Powered by Website Baker